Entspricht dem BIP zu jeweiligen Preisen (nominal) geteilt durch die Gesamtbeschäftigung (EMP). Die BIP-Daten basieren auf Millionen Kaufkraftstandards (KKS) zu jeweiligen Preisen, während der Arbeitseinsatz anhand der Anzahl der Erwerbstätigen nach dem Inlandskonzept gemessen wird. Die Werte werden als Index dargestellt, wobei die EU-27 auf 100 festgesetzt ist. Ein Indexwert über 100 bedeutet, dass die gesamte Wirtschaftsleistung dieses Landes zu Nominalpreisen pro Erwerbstätigem (ohne Differenzierung zwischen Voll- oder Teilzeitbeschäftigung) über dem EU-Durchschnitt liegt.
Der Index der nominalen Lohnstückkosten (NLSK) ist definiert als das Verhältnis der Arbeitskosten zur Arbeitsproduktivität, wobei die Arbeitskosten das Verhältnis des Arbeitnehmerentgelts (zu jeweiligen Preisen) zu den von den Arbeitnehmern geleisteten Arbeitsstunden und die Arbeitsproduktivität das Verhältnis des Bruttoinlandsprodukts (zu Marktpreisen in Millionen, verkettete Volumen, Bezugsjahr 2015) zu den geleisteten Arbeitsstunden ist. Die Daten zur Beschäftigung werden nach dem Inlandskonzept der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen dargestellt. Der Indikator des MIP-Anzeigers ist die 3-jährige prozentuale Veränderung. Die Eingabedaten werden aus den offiziellen Länderdaten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen über das Lieferprogramm des ESVG 2010 bezogen. Der indikative Schwellenwert beträgt 9 % für die Länder des Euroraums und 12 % für die Länder außerhalb des Euroraums.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist ein Maß für die wirtschaftliche Tätigkeit in einer Volkswirtschaft. Es ist definiert als Wert aller neu geschaffenen Waren und Dienstleistungen, abzüglich des Wertes aller dabei als Vorleistungen verbrauchten Güter und Dienstleistungen. Das BIP in Kaufkraftstandards (KKS) je Beschäftigten wird relativ zum Durchschnitt der Europäischen Union ausgedrückt. Ist der Indexwert eines Landes größer als 100, so hat dieses Land ein BIP pro Beschäftigten über dem EU-Durchschnitt (und umgekehrt). Die zugrunde liegenden Zahlen sind in KKS ausgedrückt, einer einheitlichen Währung, die Preisniveauunterschiede zwischen Ländern ausgleicht und damit aussagekräftige BIP-Volumenvergleiche erlaubt. Man beachte, dass die Größe 'Beschäftigte' nicht zwischen Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigung differenziert. Die Arbeitsproduktivität je geleisteter Arbeitsstunde wird berechnet als die tatsächliche Produktionsleistung aus BIB und der Menge der eingesetzten Arbeitseinheiten (gemessen an der Gesamtzahl der Arbeitsstunden). Die gemessene Arbeitsproduktivität je geleisteter Arbeitsstunde liefert ein besseres Bild der Produktivitätsentwicklung in der Wirtschaft als die Arbeitsproduktivität je Beschäftigten, da es Unterschiede von Vollzeit/Teilzeit Erwerbstätiger über Länder und Jahre beseitigt.
Der Index der nominalen Lohnstückkosten (NLSK) ist definiert als das Verhältnis der Arbeitskosten zur Arbeitsproduktivität, wobei die Arbeitskosten das Verhältnis des Arbeitnehmerentgelts (zu jeweiligen Preisen) zu den von den Arbeitnehmern geleisteten Arbeitsstunden und die Arbeitsproduktivität das Verhältnis des Bruttoinlandsprodukts (zu Marktpreisen in Millionen, verkettete Volumen, Bezugsjahr 2015) zu den geleisteten Arbeitsstunden ist. Der VMU-Indikator wird als prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorjahr ausgedrückt. Die Daten zur Beschäftigung werden nach dem Inlandskonzept der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen dargestellt. Die Eingabedaten werden aus den offiziellen Länderdaten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen über das Lieferprogramm des ESVG 2010 bezogen.