Die Erwerbstätigenquote der Bevölkerung insgesamt wird berechnet, indem man die Zahl der erwerbstätigen Personen im Alter zwischen 20 und 64 Jahren durch die Gesamtbevölkerung derselben Altersgruppe dividiert. Die Erwerbstätigenquote von Männern wird berechnet, indem man die Zahl der erwerbstätigen Männer im Alter zwischen 20 und 64 Jahren durch die männliche Bevölkerung derselben Altersgruppe dividiert. Die Erwerbstätigenquote der Frauen wird berechnet, indem man die Zahl der erwerbstätigen Frauen im Alter zwischen 20 und 64 Jahren durch die weibliche Gesamtbevölkerung derselben Altersgruppe dividiert. Die Indikatoren beruhen auf der EU-Arbeitskräfteerhebung.
'Frühzeitige Schul- und Ausbildungsabgänger' bezieht sich auf Personen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren, die folgende Bedingungen erfüllen: das höchste erreichte Bildungsniveau ist ISCED 0, 1, 2 oder 3c kurz und die Befragten haben angegeben, sie hätten vier Wochen vor der Erhebung an keiner Ausbildung bzw. keinem Unterricht teilgenommen (Zähler). Der Nenner besteht aus der Gesamtbevölkerung derselben Altersgruppe ohne die Personen, die die Fragen 'höchstes erreichtes Bildungsniveau' und 'Teilnahme an Ausbildung bzw. Unterricht' nicht beantwortet haben. Sowohl die Werte im Zähler als auch im Nenner stammen aus der EU-Arbeitskräfteerhebung.
Anteil der 30-34jährigen mit abgeschlossenem Universitäts- oder Hochschulstudium (Tertiärbereich), die mindestens einen Bildungsabschluss der ISCED 1997-Ebenen 5 oder 6 besitzen (ISCED) - Internationale Standardklassifikation für das Bildungswesen).
Der Indikator 'Beschäftigungswachstum' gibt die prozentuale Veränderung von einem Jahr zum anderen der Gesamtzahl der Erwerbstätigen im Wirtschaftsgebiet des Landes oder im geografischen Gebiet an.
Die Erwerbsquote von älteren Arbeitern ergibt sich aus dem Dividieren der Anzahl von erwerbstätigen Personen im Alter zwischen 55 und 64 Jahren durch die Gesamtbevölkerung derselben Altersklasse. Der Indikator bezieht sich auf die EG-Arbeitskräfteerhebung.
Der geschlechtsspezifische Unterschied in der Erwerbstätigkeit ist definiert als der Unterschied zwischen der Erwerbstätigenquote von Männern und Frauen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Der Indikator bezieht sich auf die EU-Arbeitskräfteerhebung.
Die Erwerbstätigenquotejunger Menschen wird berechnet, indem die Zahl der erwerbstätigen Personen im Alter von 20 bis 29 Jahren durch die Gesamtbevölkerung derselben Altersgruppe dividiert wird. Der Indikator bezieht sich auf die EU-Arbeitskräfteerhebung.
Die Erwerbstätigenquote von gering qualifizierten Arbeitskräften wird berechnet, indem die Zahl der Erwerbstätigen mit höchstens unterer Sekundarbildung (ISCED 0-2) im Alter von 20 bis 64 Jahren durch die Gesamtbevölkerung derselben Alters- und Bildungsgruppedividiert wird. Der Indikator bezieht sich auf die EU-Arbeitskräfteerhebung.
Die Erwerbstätigenquotevon Nicht-EU-Bürgern wird berechnet, indem man die Zahl der erwerbstätigen Bürger aus Ländern außerhalb der EU27 (ab 2020) im Alter von 20 bis 64 Jahren durch die Gesamtzahl der Bürgerinnen und Bürger aus Ländern außerhalb der EU27 (ab 2020) in derselben Altersgruppe dividiert. Der Indikator bezieht sich auf die EU-Arbeitskräfteerhebung.
Der Indikator 'Teilzeitbeschäftigung' gibt den Anteil der Arbeitnehmer in Teilzeitbeschäftigung an der Gesamtbeschäftigung an. Der Indikator bezieht sich auf die EU-Arbeitskräfteerhebung.
Tätigkeit kann als befristet betrachtet werden, wenn sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer einig sind, dass ihre Beendigung von objektiven Bedingungen abhängt, beispielsweise von einem bestimmten Termin, von der Erledigung eines Auftrags oder der Rückkehr eines Arbeitnehmers, der vorübergehend ersetzt wurde. Bei einem befristeten Arbeitsvertrag wird die Bedingung für dessen Beendigung im Allgemeinen im Vertrag genannt. In diese Gruppen fallen: a) Saisonarbeiter; b) von einem Arbeitsamt bzw. einer Arbeitsvermittlung angestellte Personen, die zur Ausführung eines Arbeitsauftrags an Dritte weiter verliehen werden (es sei denn, es liegt ein schriftlicher unbefristeter Arbeitsvertrag vor); c) Personen mit speziellen Ausbildungsverträgen. Der Indikator bezieht sich auf die EU-Arbeitskräfteerhebung.
Die Arbeitslosenquote ist der Anteil der Arbeitslosen an der Erwerbsbevölkerung. Die Erwerbsbevölkerung ist die Summe der Erwerbstätigen und der Arbeitslosen. Zu den Arbeitslosen zählen alle Personen von 15 bis 74 Jahren, a) die während der Berichtswoche ohne Arbeit waren; b) die gegenwärtig für eine Beschäftigung verfügbar waren, d. h. Personen, die innerhalb der zwei auf die Berichtswoche folgenden Wochen für eine abhängige Beschäftigung oder eine selbständige Tätigkeit verfügbar waren; c) die aktiv auf Arbeitssuche waren, d.h. Personen, die innerhalb der letzten vier Wochen (einschließlich der Berichtswoche) spezifische Schritte unternommen haben, um eine abhängige Beschäftigung oder eine selbständige Tätigkeit zu finden oder die einen Arbeitsplatz gefunden haben, die Beschäftigung aber erst später, d. h. innerhalb eines Zeitraums von höchstens drei Monaten aufnehmen. Der Indikator bezieht sich auf die EU-Arbeitskräfteerhebung.
Die Langzeitarbeitslosenquote ist definiert als der prozentuale Anteil der Langzeitarbeitslosen (15-74 Jahre) an den Erwerbspersonen desselben Alters. Langzeitarbeitslose Personen (12 Monate und mehr) sind mindestens 15 Jahre alt und leben nicht in kollektiven Haushalten; sie sind in den nächsten zwei Wochen weiter arbeitslos, sind imstande, eine neue Arbeit in den zwei nächsten Wochen anzutreten und suchen Arbeit (haben in den vorigen vier Wochen intensiv Arbeit gesucht oder suchen nicht mehr, weil sie bereits eine Arbeitsstelle, die sie später antreten werden, gefunden haben). Die gesamte Erwerbsbevölkerung ergibt sich aus der Gesamtzahl der beschäftigten und unbeschäftigten Bevölkerung. Die Arbeitslosigkeitsdauer ist definiert als der Zeitraum, in welchem Arbeit gesucht wird, oder als die abgelaufene Periode seit der letzten Tätigkeit (wenn diese Periode kürzer ist als der Zeitraum, in welchem Arbeit gesucht wird). Der Indikator bezieht sich auf die EU-Arbeitskräfteerhebung.
Die Jugendarbeitslosigkeit wird berechnet, indem die Zahl der arbeitslosen Personen im Alter von 15 bis 24 Jahren durch die Gesamtheit der Erwerbspersonen derselben Altersgruppe dividiert wird. Der Indikator bezieht sich auf die EU-Arbeitskräfteerhebung.
Der Indikator‚ Jugendliche, weder beschäftigt noch in Ausbildung oder Weiterbildung‘ liefert Informationen über Jugendliche im Alter zwischen 15 und 24 Jahren, welche die folgenden Bedingungen erfüllen: (a) sie sind nicht beschäftigt (d.h. Erwerbslose oder Nichterwerbspersonen entsprechend der Definition der Internationalen Arbeitsorganisation) und (b) sie haben an keiner Ausbildung oder Weiterbildung innerhalb der vier Wochen vor der Umfrage teilgenommen. Die Daten sind ausgedrückt in Prozent der Gesamtbevölkerung in der gleichen Altersgruppe und gleichen Geschlechts, ausschließlich derjenigen Befragten, welche die Frage, Teilnahme an Ausbildung und Fortbildung‘ nicht beantwortet haben. Die Daten stammen aus der Arbeitskräfteerhebung der Europäischen Union.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist ein Maß für die wirtschaftliche Tätigkeit in einer Volkswirtschaft. Es ist definiert als Wert aller neu geschaffenen Waren und Dienstleistungen, abzüglich des Wertes aller dabei als Vorleistungen verbrauchten Güter und Dienstleistungen. Das BIP in Kaufkraftstandards (KKS) je Beschäftigten wird relativ zum Durchschnitt der Europäischen Union ausgedrückt. Ist der Indexwert eines Landes größer als 100, so hat dieses Land ein BIP pro Beschäftigten über dem EU-Durchschnitt (und umgekehrt). Die zugrunde liegenden Zahlen sind in KKS ausgedrückt, einer einheitlichen Währung, die Preisniveauunterschiede zwischen Ländern ausgleicht und damit aussagekräftige BIP-Volumenvergleiche erlaubt. Man beachte, dass die Größe 'Beschäftigte' nicht zwischen Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigung differenziert. Die Arbeitsproduktivität je geleisteter Arbeitsstunde wird berechnet als die tatsächliche Produktionsleistung aus BIB und der Menge der eingesetzten Arbeitseinheiten (gemessen an der Gesamtzahl der Arbeitsstunden). Die gemessene Arbeitsproduktivität je geleisteter Arbeitsstunde liefert ein besseres Bild der Produktivitätsentwicklung in der Wirtschaft als die Arbeitsproduktivität je Beschäftigten, da es Unterschiede von Vollzeit/Teilzeit Erwerbstätiger über Länder und Jahre beseitigt.
Die Lohnstückkosten (unit labour cost – ULC) sind definiert als das Verhältnis der Arbeitskosten zur Arbeitsproduktivität. Es gilt: Nominale ULC (NULC) = (D1/EEM) / (B1GM/ETO), wobei D1 = Arbeitnehmerentgelt, alle Wirtschaftsbereiche, zu jeweiligen Preisen EEM = Arbeitnehmer, alle Wirtschaftsbereiche, in Personen (Inlandskonzept) B1GM = Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen in Mio., verkettete Volumen, Bezugsjahr 2010 ETO = Erwerbstätigkeit insgesamt, alle Wirtschaftsbereiche, in Personen (Inlandskonzept) Die Eingabedaten werden aus den offiziellen Übermittlungen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen der Länder im Rahmen des ESVG-2010-Übermittlungsprogramms gewonnen.
Das geschlechtsspezifische Verdienstgefälle ohne Anpassungen bezeichnet den Unterschied zwischen den durchschnittlichen Brutto-Stundenverdiensten der männlichen und der weiblichen Beschäftigten in Prozent der durchschnittlichen Brutto-Stundenverdienste der männlichen Beschäftigten. Die Grundgesamtheit umfasst alle Beschäftigten in Unternehmen mit 10 Beschäftigten und mehr in der NACE Rev. 2 Aggregat B bis S (ohne O). Für diesen Indikator werden die erhobenen Daten entsprechend der Rahmenbedingung über die Methodik der Lohn- und Gehaltsstrukturerhebung.
Der Indikator „unfreiwillig befristete Beschäftigung“ steht für Arbeitnehmer, die keinen festen Arbeitsplatz finden konnten oder deren Arbeitsplatz nur mit einem befristeten Arbeitsvertrag verfügbar ist, in Prozent der Gesamtzahl der Arbeitnehmer. Der Indikator basiert auf der EU-Arbeitskräfteerhebung (AKE).
Der Indikator misst den Anteil der Personen an der Gesamtbeschäftigung, die ihre derzeitige Stelle seit höchstens 12 Monaten innehaben. Der Indikator basiert auf der EU-Arbeitskräfteerhebung.
Der Indikator misst Personen (im Alter von 18 Jahren oder älter) mit einem verfügbaren Äquivalenzeinkommen unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle in Prozent der Arbeitslosen insgesamt. Die Armutsgefährdungsschwelle ist auf 60 % des nationalen verfügbaren medianen Äquivalenzeinkommens (nach Sozialleistungen) festgelegt. Der Indikator basiert auf der EU SILC.
Der Indikator 'Arbeitslosigkeitsfalle' misst, welcher Anteil des Bruttoeinkommens (nach Aufnahme einer Beschäftigung) durch Wegfall von Arbeitslosigkeits- und anderen Sozialleistungen einerseits und höhere Steuern und Sozialversicherungsbeiträge andererseits verloren geht.
Der Indikator ist definiert als der Prozentsatz der 25- bis 64-jährigen Bevölkerung, die mindestens einen Abschluss im Sekundarbereich II haben. Dieser Bildungsstand bezieht sich auf die ISCED (Internationale Standard-Klassifikation des Bildungswesens) 2011 Stufen 3-8 für Daten ab 2014 und auf ISCED 1997 Stufen 3-6 für Daten bis 2013. Der Indikator wird anhand von Daten der EU Arbeitskräfteerhebung berechnet.
Der Indikator misst den Anteil der 25- bis 64-Jährigen, die angegeben haben, dass sie in den vier Wochen vor der Erhebung eine formale oder nicht formale allgemeine und berufliche Ausbildung erhalten haben (Zähler). Der Nenner besteht aus der Gesamtbevölkerung derselben Altersgruppe, mit Ausnahme derjenigen, die die Frage „Teilnahme an allgemeiner und beruflicher Ausbildung“ nicht beantwortet haben. Erwachsenenbildung umfasst berufsbezogene und nicht berufsbezogene formale und nichtformale Lernaktivitäten. Sie bezieht sich in der Regel auf Lernaktivitäten nach Abschluss der Erstausbildung. Die Daten stammen aus der EU-Arbeitskräfteerhebung (EU-AKE).